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Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins im Euro-Raum erhöht. Allerdings fällt diese Erhöhung geringer aus als vorher angekündigt. Woran liegt das?

EZB leitet Zinswende ein

Im September hatte die EUB die Leitzinsen im Euro-Raum bereits um 75 Basispunkte auf 1,25 Prozent erhöht. Dieser „wichtige Schritt“ sollte den Übergang von dem damals vorherrschenden Leitzinsniveau hin zu einem Niveau, das die rechtzeitige Rückkehr der Inflation zum mittelfristigen Ziel der EZB von zwei Prozent beschleunigen. Damals hatte die EZB bereits angekündigt, weitere Erhöhungen folgen zu lassen. Das sei notwendig, um die Nachfrage zu dämpfen. Konkrete Schritte sollten aber erst auf Sitzung-für-Sitzung-Basis erfolgen.

Neue Erhöhung

Nun ist es soweit: Die EZB hat den Leitzins erneut angehoben. Diesmal um 0,5 Prozentpunkte. Zugleich setzten die Währungshüter den an den Finanzmärkten maßgeblichen Einlagensatz auf 2,00 Prozent nach oben. „Der Rat der EZB erwartet, die Zinsen weiter erhöhen zu müssen“, schreibt die EZB dazu in einer Unternehmensmeldung. Allerdings sollen weitere Erhöhungen von der Entwicklung der Inflation abhängig sein. „Im Besonderen rechnet der EZB-Rat damit, dass die Leitzinsen noch deutlich steigen müssen, um eine zeitige Rückkehr zu unserem Ziel von einer zweiprozentigen Inflation zu gewährleisten“, berichtet die Zentralbank weiter.

Erholung voraus

Im November hatte die Inflation in der Euro-Zone nach Eurostat 10,0 Prozent betragen, was im Vergleich zum Oktober (10,6 Prozent) ein leichtes Minus bedeutet. Dieser Rückgang rührte vorrangig von der niedrigeren Inflation bei den Energiepreisen her. Die Nahrungsmittelpreisinflation und der darunterlegende Preisdruck (der allerdings die ganze Wirtschaft betrifft) werden jedoch auf absehbare Zeit stark bleiben. Inmitten starker Unsicherheiten hat das Eurosystem-Personal seine Voraussagen für die Inflation gründlich überprüft. Aktuell soll die durchschnittliche Inflation im Jahr 2022 bis zu 8,4 Prozent betragen, bevor sie im kommenden Jahr auf 6,3 Prozent absinken wird. Weiter soll sie im Jahr 2024 knapp 3,4 Prozent betragen und im Jahr 2025 dann 2,3 Prozent.

EZB fährt Anleihekäufe herunter

Weiterhin gab die EZB bekannt, ihre Anleihebestände ab März 2023 schrittweise zurückfahren zu wollen. Gelder aus den auslaufenden Wertpapieren des APP-Kaufprogramms sollen nicht mehr vollumfänglich in den Kauf neuer Anleihen fließen. Bis zur zweiten Jahreshälfte 2023 sollen die Bestände pro Monat um 15 Milliarden Euro sinken.

Notenbanken in der Zwickmühle

Die Tagesschau führt abschließend aus, dass die Notenbanken wie EZB und die Bank of England aufgrund der massiven Inflation in der Klemme stecken. Denn mit einem zu strengen Straffungskurs könnte die EZB die Wirtschaft überfordern – höhere Zinsen sorgen für teuere Kredite, was langfristig deutlich negative Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum hat. Eine gute Nachricht zum Schluss: Die Euro-Währungshüter gehen davon aus, dass eine mögliche Inflation „mild und von kurzer Dauer“ sein wird.

Titelbild: © Romolo Tavani / stock.adobe.com

Redaktion: NewFinance Mediengesellschaft mbH

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