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Wer hat am meisten von der Coronavirus-Pandemie profitiert und wie ist der globale Reichtum verteilt? Das versuchte der „Global Wealth Report“ der Credit Suisse offenzulegen. Eines der Ergebnisse: Es gibt mehr Millionäre.

Der Global Wealth Report

Im Jahr 2021 hat sich der globale Reichtum stark entwickelt. Laut dem Global Wealth Report der Credit Suisse wuchs er insgesamt um 9,8 Prozent. Der Reichtum pro Erwachsenem wuchs um 8,4 Prozent auf 87.489 US-Dollar. Bei Nichtberücksichtigung von Zinsbewegungen steht sogar ein Wachstum von 12,7 Prozent auf dem Papier – das schnellste je gemessene jährliche Wachstum. Die rapide steigende Inflation, höhere Zinsen und sinkende Asset-Preise könnten diese Entwicklung im laufenden Jahr allerdings schnell wieder umkehren, warnen die Studienautoren.

Besonderes Wachstum in Amerika

Nordamerika und China sind dabei die Vorreiter in Sachen Reichtumsanhäufung. Die Hälfte des Wachstums entfällt auf Nordamerika, ein Viertel auf China. Im Vergleich dazu versammeln Afrika, Europa, Indien und Lateinamerika lediglich 11,1 Prozent des globalen Anstiegs von Reichtum. Diese vergleichsweise niedrige Zahl ist der Schwächung von regionalen Währungen gegen den US-Dollar zu verdanken. Prozentual gesehen, beträgt das Wachstum von Nordamerika und China jeweils 15 Prozent. Dabei warf Credit Suisse auch einen Blick auf die Personengruppen, die ihren Reichtum am meisten mehren konnten: In den Vereinigten Staaten und Kanada waren das die Millennials und die sogenannte Generation X, also die Elterngeneration.

Peking und der allgemeine Wohlstand

Obwohl die Regierung in Peking verstärkt gegen die grassierende Vermögensungleichheit vorgehen will, entwickelt sich die Zahl der Millionäre mit einem deutlichen Aufwärtstrend. Laut dem Global Wealth Report soll sich ihre Zahl bis 2026 auf 12,2 Millionen nahezu verdoppeln (von 6,2 Millionen im Jahr 2021). Insgesamt vereinen die chinesischen Haushalte knapp 85,1 Billionen US-Dollar Vermögen – ein Anstieg um 15,1 Prozent seit 2020. In den vergangenen Jahren hat Peking zunehmend den Kurs auf „allgemeinen Wohlstand“ verfolgt. Anleger zeigen sich jedoch aufgrund von Regierungsmaßnahmen in der Wirtschaft verunsichert. China ist außerdem derzeit durch seine „Null-Covid-Strategie“ deutlich geschwächt. Und auch der Immobilienmarkt ist nicht mehr so stabil wie vor ein paar Jahren noch.

Weniger Millionäre in Deutschland

Der Anstieg der Millionäre ist laut Credit Suisse kein rein chinesisches Phänomen. Insgesamt erhöhte sich die Zahl der Millionäre weltweit um neun Prozent auf 62,5 Millionen. Einige Länder jedoch, darunter Deutschland, haben einen Millionärsschwund zu verzeichnen. Auch der Reichtum der Bundesrepublik hat sich verringert. Ende 2021 gab es 2,7 Millionäre in Deutschland (minus 58.000).

Weitere Details dazu stellt Credit Suisse in einer Pressemeldung bereit.

Bund baut Vermögen aus

Dagegen aber hat das Finanzvermögen des Bundes im vergangenen Jahr gegenüber 2020 um 8,2 Prozent zugelegt. Damit beträgt es nun 428,7 Milliarden Euro. Dem Statistischen Bundesamt (Destatis) zufolge war dafür der Aufbau eines Bestands an liquiden Mitteln, um die Handlungsfähigkeit des Bundes bei der Umsetzung von Hilfspaketen und -programmen zu gewährleisten, verantwortlich. Der Aufbau erfolgte größtenteils durch eine verstärkte Kreditaufnahme. Dafür ist der Schuldenstand ebenfalls erhöht.

Titelbild: © Vittaya_25 / stock.adobe.com

Redaktion: NewFinance Mediengesellschaft mbH

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