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Eine Auswirkung der global noch wütenden Krisen war die massiv steigende Inflationsrate. Viele Länder kämpfen mit massiven Preissteigerungen, etwa bei bestimmten Lebensmitteln, Wasser oder vor allem Gas. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in einer Reaktion darauf den Leitzins erhöht.

Stärkste Leitzinserhöhung seit Euro-Einführung

Der Rat der EZB hat die Leitzinsen im Euro-Raum um 75 Basispunkte auf 1,25 Prozent erhöht. Wie die EZB in einer Pressemeldung mitteilt, soll dieser „wichtige Schritt“ den Übergang von dem vorherrschenden Leitzinsniveau hin zu einem Niveau, das die rechtzeitige Rückkehr der Inflation zum mittelfristigen Ziel der EZB von zwei Prozent beschleunigt. Auf Grundlage der aktuellen Einschätzungen ist der Rat der Ansicht, dass weitere Erhöhungen der Zinssätze notwendig sind, um die Nachfrage zu dämpfen. Außerdem sollen die Erhöhungen das Risiko einer anhaltenden Aufwärtsbewegung der Inflationserwartungen senken. Der EZB-Rat wird seinen geldpolitischen Kurs anhand neuer Entwicklungen entsprechend neu bewerten. Die künftigen Entscheidungen zum Leitzins sollen auf einer Sitzung-für-Sitzung-Basis erfolgen.

Inflation noch zu hoch

Die Inflation, so berichtet der EZB-Rat weiter, bleibt auf absehbare Zeit „viel zu hoch“ und „wahrscheinlich für längere Zeit über dem Ziel“. Laut Eurostat betrug die Inflation im August 9,1 Prozent. Steigende Energie- und Nahrungsmittelpreise, Nachfragedruck in bestimmten Sektoren sowie Lieferengpässe treiben die Inflation weiter an. Der Preisdruck ist weltweit in der gesamten Wirtschaft zu spüren. Allerdings sollen die aktuellen Inflationstreiber im Laufe der Zeit verblassen, was langfristig zu einer Normalisierung der Geldpolitik führen kann. Für die Zukunft haben die Mitarbeiter der EZB die Inflationsprognosen deutlich nach oben korrigiert. Im Jahr 2022 soll die Inflation bei 8,1 Prozent stehen, ein Jahr darauf bei 5,5 Prozent und 2024 schließlich 2,3 Prozent.

Neues Geld aus dem Sparbuch

Diese Erhöhung der europäischen Leitzinsen sorgt dafür, dass Sparer wieder Zinsen aus ihrem Sparbuch erhalten. Unter den Währungshütern gibt es laut der Tagesschau allerdings noch Sorgen, dass eine zu schnelle Normalisierung der ultralockeren Geldpolitik die Konjunktur bremsen könnte. Diese habe ohnehin noch mit Lieferengpässen und den Folgen des Ukraine-Kriegs zu kämpfen.

Titelbild: © photocrew / stock.adobe.com

Redaktion: NewFinance Mediengesellschaft mbH

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