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Für Technologieaktien geht es bergab. Schuld daran sind zum Teil die Nachwirkungen der Pandemie und zum Teil der Krieg in der Ukraine. Allerdings gibt es auch Chancen.

Ausgeflixt

„Überall Warnzeichen“, titelte die Süddeutsche noch im vergangenen April. Zu diesem Zeitpunkt war gerade die Aktie des US-amerikanischen Streaming-Dienstes Netflix eingebrochen. Ein erster Sturz von über 460 US-Dollar auf 315 US-Dollar war bereits im Januar erfolgt, im April ging es dann noch einmal um 30 Prozent nach unten – und das binnen weniger Stunden. Ein Auslöser dafür war ein massiver Kundenverlust, offenbart in einer Quartalsmeldung des Unternehmens. Netflix riss andere Tech-Aktien mit, etwa Paypal oder Meta, aber auch Unternehmen wie Peloton hatten plötzlich Einbrüche zu verzeichnen. Darauf folgte eine Kettenreaktion.

Kurseinbrüche überall 

Die Warnzeichen waren plötzlich überall: Bei Apple vermuteten Anleger eine geringere Konsumlust, bei Meta könnte die Konkurrenz zu viele junge Kunden abgraben. Die chinesischen Coronavirus-Lockdowns bringen nochmal ganz eigene Probleme mit sich. In der Folge hatten viele der großen Tech-Konzerne deutliche Einbrüche zu verzeichnen – auch die, die in den vergangenen zehn Jahren stets als Gewinner galten. Im Sechsmonatsverlauf hat Apple ein Minus von 17,52 Prozent zu verzeichnen. Bei Microsoft sind es minus 19,05 Prozent. Amazon hat mehr als 33 Prozent des Aktienkurses verloren, die Nvidia-Aktie ist seit Dezember um mehr als 40 Prozent eingebrochen. 

Reise statt Elektronik

Wie das Magazin Cash.online berichtet, ist die Zinswende ein weiterer treibender Faktor für die Einbrüche bei Tech-Aktien. Und zuletzt stehen die Verbraucher derzeit wirtschaftlich schwächer da als noch zum Jahresbeginn. Das schwäche Wirtschaftswachstum und die Inflation sorgen dafür, dass die Deutschen weniger Geld für den Konsum übrig haben, mal ganz davon abgesehen, dass viele sich bereits in Lockdown-Zeiten ausreichend ausgestattet haben. Vor allem sei das im Gaming-, im Smartphone- und im Konsumelektronik-Sektor bemerkbar. Das übrige Geld flösse dann eher in Reisen oder Kultur – worauf viele lange verzichteten. 

Titelbild: © Vittaya_25 / stock.adobe.com 

Redaktion: NewFinance Mediengesellschaft mbH

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