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Die Importpreise steigen drastisch. Vor allem die veränderten Energiepreise spielen dabei eine Rolle. Der Ukraine-Krieg sorgt hinsichtlich der Energieversorgung für Unsicherheit. 

Anstieg bei den Importkosten

Im April 2022 waren die Importpreise um 31,7 Prozent höher als noch im Vorjahresmonat. Zuletzt hatte es eine so hohe Veränderung während der ersten Ölkrise im Jahr 1974 gegeben, berichtet das Statistische Bundesamt (Destatis). Auch im März (plus 31,2 Prozent) und Februar (plus 26,3 Prozent) hatte es jeweils einen deutlichen Anstieg gegeben. Zum Teil sei der Anstieg auf den Krieg in der Ukraine zurückzuführen, erklärt Destatis dazu. 

Energie drückt Kosten 

Ein genauerer Blick auf die Energieeinfuhren im April zeigt, wie stark dieser Einfluss eigentlich ist. Im April 2022 waren die Energieeinfuhren um 157,4 Prozent teurer als noch im Jahr zuvor. Maßgeblich sind die Erdgaspreise dafür verantwortlich; im April waren diese viermal so hoch wie 2021. Destatis hat hier ein Plus von 301,2 Prozent zu verzeichnen. Bei der importierten Steinkohle sieht es ähnlich aus (plus 322,0 Prozent). Und zuletzt stiegen auch die Preise für Mineralölerzeugnisse (plus 106,6 Prozent) und Erdöl (plus 77,5 Prozent) deutlich an. 

Allerdings zeigen die Zahlen auch, dass die Importpreise ohne Berücksichtigung der Energiepreise ebenfalls deutlich ansteigen würden. Mit einer Auslassung der Energiepreise hatte Destatis immer noch einen Anstieg der Importpreise um 17,1 Prozent errechnet, verglichen mit dem April 2022. 

Export wird teurer 

Im Gegenzug liegt auch der Index der Exportpreise deutlich höher als noch im Vorjahr (plus 16,0 Prozent). Genau wie bei den Importen hatte das letzte Hoch in der ersten Ölkrise gelegen. Verantwortlich dafür ist Destatis zufolge vor allem die Entwicklung der Vorleistungsgüter, zu denen etwa Düngemittel, Metalle und Stickstoffverbindungen gehören. 

Um die Inflationsrate europaweit im Zaum zu halten, hat EZB-Präsidentin Christine Lagarde nun Anpassungen des Euro-Leitzinses angekündigt. Noch im Sommer sei daher eine Veränderung zu erwarten.

Titelbild: © pfluegler photo / stock.adobe.com

Redaktion: NewFinance Mediengesellschaft mbH

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