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Rund um den Globus unternehmen Politik und Wirtschaft Anstrengungen, um eine nachhaltigere Welt zu schaffen. Die großen Finanzkonzerne allerdings investieren in fossile Brennstoffe. Das zeigt eine aktuelle Analyse.

Der Europäische Grüne Deal 

Auf Basis der übergeordneten Strategie „Europäischer Grüner Deal“, die eine Vielzahl kleinteiliger Maßnahmen und Ziele umfasst, will die EU eine umweltfreundlichere und nachhaltigere Wirtschaft erschaffen. Dazu gehört unter anderem die Energiewende. Diese sieht einen Verbund der europäischen Energiesysteme, die Förderung innovativer Energien, die Dekarbonisierung des Gassektors und zum Beispiel die Ausschöpfung des vollen Potenzials von Offshore-Windenergie vor. Dazu kommen noch weitere Ziele, die allesamt dasselbe Bestreben verfolgen: Weniger Emissionen, weniger fossile Brennstoffe, mehr Vernetzung. 

Erdgas und Nachhaltigkeit 

Der Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie e.V. (BVEG) wiederum gibt an, dass die Industrie der fossilen Brennstoffe für die Veränderungen in der klimaschutzorientierten Energielandschaft „gut positioniert“ sei. Für die funktionierende Transformation des Energiesektors sei sie sogar unverzichtbar, erklärte Hauptgeschäftsführer Dr. Ludwig Möhring im Jahr 2021. „Erdgas und Erdöl werden noch für Jahrzehnte neben den erneuerbaren Energien gebraucht, um den hohen Energiebedarf zu decken“, sagte er bei einer Pressekonferenz dazu. Außerdem könne die Förderung innerhalb Deutschlands den Bedarf an Importen reduzieren, was gleichzeitig eine Senkung von CO2-Emissionen nach sich zöge. Und zuletzt werde vor allem bei der Herstellung von klimaneutralem Wasserstoff eine große Menge von Erdgas benötigt. 

Lobby für das Gas

Gleichzeitig jedoch erschwere Lobbyarbeit die Fortschritte, die die EU durch den „Grünen Deal“ anstrebt. Das zumindest berichtet Influencemap, eine Datenbank, die Industrielobbyismus aufzeichnet und dokumentiert. Demzufolge gefährden große Energieunternehmen und ihre Partner in der Industrie den „Grünen Deal“, indem sie in der Öffentlichkeit eine Politisierung des Themenkomplexes erwirken. Das Ziel: Dem Erdgas eine Zukunft sichern. Influencemap sieht weiterhin Kämpfe um die Rolle von Erdgas bei der Produktion von Wasserstoff voraus. 

Finanzen und Fossilien

Und auch der Finanzsektor mischt nach Influencemap nach wie vor in großem Stil bei den fossilen Brennstoffen mit. Einer aktuellen Analyse zufolge investierten die 30 größten börsennotierten Finanzkonzerne der Welt zwischen 2020 und 2021 rund 740 Milliarden US-Dollar in fossile Energieprojekte und Dienstleistungen für die Energiebranche. Dazu gehört etwa die Erschließung neuer Ölquellen und Gasfelder. Weiterhin halten die Vermögensverwaltungsgesellschaften der Finanzbranche Anteile von knapp 222 Milliarden Dollar an Energieunternehmen. Das berichtet cash.online unter Berufung auf die Influencemap-Analyse. Unter diesen 30 Unternehmen befinden sich etwa die US-Schwergewichte J.P.Morgan, Bank of America und Wells Fargo, aber auch zwei deutsche Unternehmen – namentlich die Allianz und die Deutsche Bank. 

Titelbild: © photocrew / stock.adobe.co

Redaktion: NewFinance Mediengesellschaft mbH

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