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In anderen Ländern wurde es bereits getestet. Hierzulande wird noch debattiert. Es geht um das bedingungslose Grundeinkommen. Aber was genau ist das? Was erhoffen sich die Befürworter dieses Systems und auf welche Gefahren machen Kritiker aufmerksam?

Grundlos und für jeden

Die Idee des Grundeinkommens ist simpel: Jeder erhält jeden Monat einen festen Geldbetrag, ohne dafür etwas tun zu müssen. Der fundamentale Unterschied zum sogenannten Bürgergeld – was wohl besser unter dem Namen Hartz IV bekannt ist – liegt in der Bedingungslosigkeit. Bei Hartz IV wird vorher eine Bedürftigkeitsprüfung durchgeführt. Nur wer das Geld wirklich dringend nötig hat, erhält etwas vom Staat. Die Zahlungen sind dann auch an gewisse Vorgaben geknüpft. Beispielsweise müssen sich die Bezieher von Hartz IV aktiv um die Jobsuche kümmern und an Weiterbildungen teilnehmen, andernfalls drohen ihnen Sanktionen. All das würde wie der Name es schon andeutet beim bedingungslosen Grundeinkommen wegfallen.

Grundsätzliche Meinungen

Die erhoffte Wirkung des bedingungslosen Grundeinkommens ist mehr Gerechtigkeit und eine allgemeine Entlastung der Menschen. Um die Effekte des Grundeinkommens zu testen, hat der 2014 gegründete Verein „Mein Grundeinkommen“ durch Crowdfunding Spenden gesammelt und mit diesen Einnahmen dann jeweils ein Jahr Grundeinkommen verlost. Bisher konnten dadurch fast 1000 Menschen die Effekte des Grundeinkommens spüren. Michael Bohmeyer, Gründer von„Mein Grundeinkommen“,

berichtet gegenüber der Tagesschau von den Ergebnissen:

„Wir haben zum Beispiel festgestellt, dass die Menschen nicht weniger arbeiten, wenn sie das Geld erhalten. Sie finden stattdessen Jobs, die besser zu ihnen passen. Das kann zu mehr Arbeitsmoral und Produktivität führen.“

Doch nicht jeder sieht nur positive Folgen durch ein solches System. Neben der Frage der Finanzierung sieht Politikwissenschaftler und Armutsforscher Christoph Butterwegge Probleme im Niedriglohnsektor:

„Wenn jeder 1000 Euro bekommt, muss ein Unternehmer ja nur wenig an Lohn drauflegen, damit der Job für viele Menschen attraktiv wird.“

Gründliche Studie gewünscht

In Finnland wurde das System des Grundeinkommens an Arbeitslosen getestet. Zufällig ausgewählte Kandidaten erhielten einen Beitrag von 560 Euro monatlich. Die Ergebnisse der Studie waren laut Tagesschau jedoch nicht aufschlussreich genug, um eine eindeutige Bilanz zu ziehen.

Vor einem Jahr starteten der Verein „Mein Grundeinkommen“ und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) eine eigene großangelegte Studie, um die positiven und negativen Auswirkungen des Projekts auf wissenschaftlicher Ebene zu untersuchen. Die Studie soll einen Zeitraum von drei Jahren beobachten, daher ist im nächsten Jahr mit den Ergebnissen zu rechnen.

Titelbild: © photocrew / stock.adobe.com

Redaktion: NewFinance Mediengesellschaft mbH

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