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Der anfängliche Hype, Kleidung und Produkte wieder im Laden anfassen und kaufen zu können, lässt langsam wieder nach. Die Zurückhaltung des Kaufverhaltens ist wohl auch mit steigenden Preisen zu begründen.

Nach monatelanger Abstinenz und Unsicherheit durch die Pandemie haben die Deutschen als Reaktion darauf ihr Geld umso freudiger ausgegeben. Das Phänomen nennt sich „Revenge Shopping“ und hat in den USA und China das Luxusgeschäft beflügelt. In Deutschland hingegen, so berichtet die Tagesschau, geben die Menschen ihr Geld eher für Essen und Urlaube aus.

„Rachekäufe“ puschen das Luxusgeschäft

Konsumrausch, so wie es Experten zu Beginn des Jahres auch prognostiziert hatten. Insgesamt knapp drei Billionen US-Dollar haben die Haushalte in den USA, China, Japan, Großbritannien sowie den größten Ländern des Euroraums (Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien) in dieser Zeit angespart, wie die US-Finanzagentur Bloomberg vorrechnet.

Die Deutschen hatten sichtlich Nachholbedarf, wie das Daten- und Analytikunternehmen GfK aufgezeigt hat. Besonders im Bereich Gastronomie, Reisen und Veranstaltungen. Um das Zuhause schön zu gestalten, shoppen die Deutschen nach wie vor am liebsten Produkte für die eigenen vier Wände, vor allem für die Küche und das Kochen. Regelrecht in die Höhe geschnellt seien nach GfK-Angaben die Ausgaben für Elektrogroßgeräte: Waschmaschine, Herd und Vergleichbares haben im ersten Halbjahr ein Umsatzwachstum von 8,5 Prozent erreicht.

Bekleidungsgeschäfte haben noch immer herbe Einbußen

Deutlich mehr an den Lockdown-Folgen zu knabbern hatten Bekleidungsgeschäfte. Zwar hatte der Juni für ein kräftiges Umsatzplus gesorgt, das sogar das Vorkrisenniveau überragte. Der Blick auf die ersten beiden Quartale fällt dennoch sehr nüchtern aus, da monatelang die Kunden ausblieben. Profitiert hatte davon der Onlinehandel, dessen Umsätze im vergangenen Jahr laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen IQ um 34 Prozent gewachsen sind.

Kundenmeinung: Nur Onlineshopping ist auch unbefriedigend

Dem Onlinehandel haftet allerdings ein Makel an: Es fehlt das Shoppingerlebnis vor Ort. Um dem zu begegnen, hat sich in den sozialen Netzwerken eine Art virtuelles Teleshopping entwickelt, das sogenannte „Livestream Commerce“. Influencer beraten und testen gemeinsam Produkte für ihre Kunden beziehungsweise Follower. Eine Art des Shoppings, die bislang vorrangig die jüngere Generation nutzt.

Inmitten dieses Spannungsfeldes von Onlinehandel und Corona-Beschränkungen befindet sich der Konsum – quo vadis? Die Auswirkungen äußern sich nach GfK-Daten in einem verhaltenen Kaufverhalten der Kunden. Grund seien die Unsicherheiten aufgrund der steigenden Infektionszahlen und der steigenden Preise. Trotzdem zeichnet das ifo Institut eine positive Prognose für das kommende Jahr: Weniger Kurzarbeit, mehr Geld ergibt eine „kräftige Konsumkonjunktur mit einem Plus von 7,2 Prozent“, heißt es. Eine Störvariable bleibt jedoch: die Pandemie.

Titelbild: © photocrew / stock.adobe.com

Redaktion: NewFinance Mediengesellschaft mbH

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