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Obwohl Zigaretten nachweislich der Gesundheit schaden, nehmen Tabakkonzerne jedes Jahr Gewinne in Milliardenhöhe ein. In Deutschland raucht knapp ein Viertel der Bevölkerung – fast 14 Millionen davon sogar täglich. Doch die Gesamtzahl der Zigarettenkonsumenten geht seit der Jahrtausendwende konstant nach unten und ist bereits um 30 Prozent gesunken. Zusätzlich zur abnehmenden Kundenzahl müssen die Tabakkonzerne in Zukunft auch mit höheren Steuern und weiteren Verboten rechnen. Gibt es also überhaupt noch eine Zukunft für die Vertreiber? Wie wollen die Unternehmen zukünftig umstrukturieren?

Asche durch Asche

Aktuell ist die sinkende Zahl der Raucher in Deutschland für die großen Tabakkonzerne noch kein Problem. Unternehmen wie Philip Morris International, Altria oder British American Tobacco (BAT) nehmen durch ihre internationalen Geschäfte genug Geld ein. Letzterer verzeichnete laut Tagesschau im Jahr 2020 einen Gewinn in Höhe von 6,4 Milliarden Britische Pfund, worüber sich vor allem die Aktionäre freuen durften – ein Großteil davon wurde als Dividenden ausgeschüttet. Auch für das laufende Geschäftsjahr glühen die Prognose: Es wird mit einem Wachstum von fünf Prozent gerechnet. Auch bei Philip Morris Deutschland lief es während der Pandemie gut. Durch die zeitweise geschlossenen Grenzen sind weniger Menschen in andere Länder gefahren, um dort günstigere Zigaretten zu ergattern. Die Nachfrage in der Heimat nahm dementsprechend zu.

Ist die Glut bald erloschen?

Doch warum ist der Zigarettentourismus in pandemiefreien Zeiten so beliebt? In Deutschland sind die Glimmstängel aufgrund der höheren Steuern teilweise deutlich teurer als in Nachbarländern. Wer in Grenznähe lebt, fährt im Zweifel lieber schnell nach Polen, als im eigenen Land fast ein Drittel mehr für Zigaretten zu bezahlen. Bald könnte der Preisunterschied noch größer werden. Denn zum ersten Mal seit 2015 steht nun wieder eine Erhöhung der Tabaksteuer an. Ein zusätzliches Problem für die Konzerne hinter den Nikotinprodukten ist außerdem das kürzlich eingeführte, EU weite Verbot der beliebten Mentholzigaretten. Wenn es nach dem Aktionsbündnis Nichtrauchen und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DPG) geht, dürfte das Verbot sogar noch ausgeweitet werden: Zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai forderten sie ein „rauchfreies Deutschland“ bis 2040.

Das Geld verdampfen

Da durch die Regierung unter Joe Biden nun sogar im wichtigsten Absatzmarkt der Tabakkonzerne ein Verbot von Mentholzigaretten und eine Absenkung des Nikotingehalts bevorstehen könnte, müssen sich die Unternehmen langsam etwas einfallen lassen. Doch diese sind nicht unvorbereitet, sondern schenken den E-Zigaretten und Tabakverdampfern seit geraumer Zeit immer mehr Aufmerksamkeit. Laut Bericht der Tagesschau könnten durch die Steuererhöhungen und Verbote auch neue Produkte entstehen, wie beispielsweise koffein- anstatt nikotinhaltigen Konsumgütern. Eine weitere große Gewinnquelle in Milliardenhöhe könnte sich für die Konzerne auch durch die weitere Legalisierung von Marihuana ergeben. Überhaupt keinen Qualm mehr aus den Fabriken kommen zu sehen scheint daher unwahrscheinlich.

Titelbild: © photocrew / stock.adobe.com

Redaktion: NewFinance Mediengesellschaft mbH

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