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Kürzlich feierte das Radio seinen 100. Geburtstag. Doch die Anzahl der Menschen, die täglich Radio hören, sinkt. Währenddessen steigt die Zahl der Personen, die nie oder fast nie Radio hören, weiter an. Ungeachtet der Diskussion, wie lange sich die klassische Form des Radios noch hält, ist eines unbestreitbar: Die Musikbranche befindet sich derzeit im Wandel. Streamingdienste haben die Art und Weise, Audioformate zu konsumieren, nachhaltig verändert – mit gravierenden Folgen für die Künstler und die Industrie als Gesamtes. Doch wie groß ist der Einfluss der Streamingdienste wirklich? Und welchen Folgen hat ihre Popularität?

We Will Rock You

Die Musikbranche als Teil der deutschen Kultur- und Kreativwirtschaft wird oft unterschätzt und als Hintergrundbeschallung in der deutschen Gesamtwirtschaft abgetan. Dabei konnte die Branche in den vergangenen Jahren einen gewaltigen Sprung verzeichnen. Dies stellte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in einer Studie aus dem Jahr 2020 fest. Demnach erlebte die Musikwirtschaft zwischen 2014 und 2019 ein bemerkenswertes Wachstum: Die Gesamterlöse stiegen um 18 Prozent auf insgesamt 13,6 Milliarden Euro an. Bei der Bruttowertschöpfung gab es einen Anstieg von 29 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro. Einen weiteren Zuwachs gab es bei der Zahl der Beschäftigten in der Musikbranche. Sie wuchs um 25 Prozent auf 158.000.

Wind Of Change

Früher kauften Musikenthusiasten Vinyl-Schallplatten, dann Kassetten, dann CDs. Vor allem Pendler nutzten die Datenträger, wenn das Radio grade nicht die gewünschte Musikrichtung bot. Heutzutage greifen viele dafür ganz einfach zum Smartphone. Durch Streamingdienste haben nicht nur Musikbegeisterte, sondern auch Wissens- und Unterhaltungsbedürftige eine riesige Medienbibliothek direkt in der Tasche. Das Angebot überzeugt immer mehr Verbraucher. Rund 400 Millionen Nutzer weltweit sind bereits bei Streamingdiensten angemeldet – Tendenz steigend. „Streaming ist das Nummer-Eins-Nutzungstool der Musikbranche. Aktuell beläuft sich der Marktanteil am deutschen Musikmarkt schon auf 80 Prozent und wird sich laut Prognosen in den nächsten drei Jahren noch bis auf 90 Prozent steigern“, berichtet Manfred Rolef, ehemaliger Mitarbeiter bei Sony Music, gegenüber der Tagesschau.

Doch nicht jeder freut sich über diese Entwicklungen. Für Künstler ist der Wechsel von physischen CDs zum Streaminganbieter eine finanzielle Katastrophe. Pro Aufruf ihres Musikstücks erhalten Kreativschaffende bei Spotify lediglich zwischen 0,0025 und 0,0042 Euro und somit weniger als einen Cent.

The Winner Takes It All

Großer Gewinner des Wandels in der Musikbranche ist Spotify. Laut Statista sind etwa 320 Millionen Menschen beim Dienst des schwedischen Unternehmens angemeldet. Etwa die Hälfte der Nutzer zahlt monatlich für das Premium-Angebot. Mit einem Marktanteil von 32 Prozent kann sich das Unternehmen sogar gegen Giganten wie Apple und Amazon behaupten, welche mit 18 und 14 Prozent Marktanteil folgen. Neben Musik konzentriert sich Spotify mittlerweile auch stark auf ein umfangreiches Angebot an Podcasts, um auch in Zukunft noch mehr Nutzer vom Radio zur Streaming-Welt zu bewegen.

Titelbild: © photocrew / stock.adobe.com

Redaktion: NewFinance Mediengesellschaft mbH

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