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Ein Schiff hat die gesamte Weltwirtschaft in Atem gehalten: Die Ever Given steckte vergangene Woche im Suez-Kanal fest und löste einen Stau aus, der auch für Versicherungsbranche noch ein Nachspiel haben wird.

Das Boot ist zwar wieder im Lot – doch nun zeigen sich langsam die Folgen der knapp einwöchigen Blockade des Suez-Kanals durch das havarierte Frachtschiff Ever Given. Die deutsche Industrie hatte schon vor Engpässen gewarnt – vor allem für die Chemie- und Autoindustrie ist der Suez-Kanal eine wichtige Handelsroute. 2020 passierten fast 19.000 Schiffe die Verbindung zwischen Mittelmeer und Rotem Meer.

Von Kanälen, Schiffen und Versicherungen

Doch auch die Versicherungsbranche könnte durch Schadensansprüche von der Blockade betroffen sein, erklärte die Allianz in der „Süddeutschen Zeitung“.  Dazu gehören unter anderem mögliche Ansprüche der Kanalbetreiber und Ansprüche der vielen Schiffe, die tagelang im Kanal festsaßen, schreibt Régis Broudin, der für Seefahrtschadenmeldungen zuständige Manager der Allianz-Tochter AGCS.

„Für die AGCS ist derzeit noch nicht abzusehen, ob und in welcher Höhe wir von Schadenbelastungen durch diesen Vorfall betroffen sein werden“, sagte eine Sprecherin des Unternehmens in München.

Schadensansprüche in dreistelliger Millionenhöhe

Die Ratingagentur Fitch schätzt, dass bei den Rückversicherern weltweit Schadensansprüche in dreistelliger Millionenhöhe eingehen könnten. Diese Forderungen seien für die betroffenen Versicherungsunternehmen aber verkraftbar.

Betroffen sein könnte ebenso der Haftpflichtversicherer der Ever Given. Frachtschiffe sind normalerweise über sogenannte „Protection & Indemnity Clubs“ haftpflichtversichert. Bislang wurde dazu jedoch keine Schadensschätzung publiziert.

Aber auch die Unternehmen, die entweder ihre Ware über eines der verspäteten Schiffe versendet haben oder auf eine Lieferung durch diese warten, können Schadensmeldungen erbringen. In den nächsten Wochen wird sich zeigen, wie hoch die Summen ausfallen werden.

Titelbild: © photocrew / stock.adobe.com

Redaktion: NewFinance Mediengesellschaft mbH

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