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Angehende Piloten haben auf dem Ausbildungsweg zu ihrem Traumberuf über den Wolken mit starkem Gegenwind zu kämpfen. Die Hürden sind selbst für Überflieger schwer zu meistern. Doch wer den offiziellen Pilotenstatus erreicht, hat in Zukunft klare Sichtverhältnisse, denn Pilot sein ist ein Job fürs Leben – eigentlich. Durch die Corona-Krise geriet die Luftfahrtbranche in starke Turbulenzen und für viele der Angestellten ist kein Rettungsfallschirm mehr verfügbar. Vielen Piloten droht die Arbeitslosigkeit. Doch wie schlimm sind die Wetterverhältnisse auf dem Arbeitsmarkt? Und in welchen Berufsfeldern könnten gestrandete Piloten nach einer Bruchlandung unterkommen?

Auf dem Boden der Tatsachen

Parallel zum Börsencrash gab es auch bei den Zahlen der Luftfahrtbranche einen Absturz. Mit Beginn der Reiseeinschränkungen durch COVID-19 sank der weltweite Bedarf nach Flügen. Laut Süddeutscher Zeitung mussten Flotten stillgelegt und zehntausende Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt werden. Die deutsche Lufthansa benötigte ein Hilfspaket in Milliardenhöhe. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) verzeichnete im Januar dieses Jahres 74.543 Starts im deutschen Luftraum. Diese Zahl mag zunächst hoch wirken und ist nicht bedeutend niedriger als die 85.000 Starts im Dezember, aber vor genau einem Jahr im Januar 2020 wurden noch 234.000 Flugstarts gezählt. Damit ist der Wert um 68,1 Prozent gesunken. Auf internationalen Flughäfen sieht es sogar noch schlechter aus. Dirk Mahns, Geschäftsführer Betrieb der DFS fasst die Lage zusammen:

„Das Jahr 2021 beginnt noch schlechter, als das vergangene Jahr geendet hat“

Absturz in die Arbeitslosigkeit

Die Folgen der dramatischen Abwärtsspirale der Luftfahrtgesellschaften werden unter anderem die Piloten zu spüren bekommen. Dem Bericht des Spiegel zufolge werden vermutlich etwa 18.000 der 65.000 Piloten weltweit ihren Job verlieren. Bei der deutschen Lufthansa könnten rund 1.200 von 5.500 Stellen betroffen sein. Erhard Walther, Chef und

der Beratungsgesellschaft Interpersonal, klärt über ein zusätzliches Problem der Piloten auf: „Es ist sehr aufwendig, Lizenz und medizinische Voraussetzungen aufrechtzuerhalten. Für ältere Kollegen wird sich das vielleicht auch gar nicht mehr rechnen. Jüngere, die auch eine Familie versorgen müssen, werden in andere Berufe wechseln.“

Notlandung in anderen Berufsfeldern

„ Sie sind ‚ingenieurnah qualifiziert‘ und können sich extrem schnell in komplexe Systeme einarbeiten“, erklärt Pilot Wolfgang Zschauer. Von diesen Kompetenzen können sie in anderen Berufsfeldern Gebrauch machen. „Das sind insbesondere in Testlaboren oder bei Audits gefragte Fähigkeiten. Bedarf haben da viele Industriezweige wie Pharma, Chemie, Auto oder Maschinenbau“. Auf der Suche nach neuen Berufszweigen können sie auch auf bereits bestehendem Wissen aufbauen und sich auf Luftrecht, Technik oder sogar Meteorologie spezialisieren. Mit ihrer ausgeprägten Lösungskompetenz für Probleme und Konflikte sollten sie auch nach der Krise wenig Schwierigkeiten haben, durchs Leben zu manövrieren.

Titelbild: © photocrew / stock.adobe.com

Redaktion: NewFinance Mediengesellschaft mbH

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