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Der digitale Wandel hat die Versicherungsbranche längst erreicht. Unternehmen und Startups, die Technik mit Versicherungen kombinieren, werden nicht nur bei Kunden, sondern laut jährlicher Studie von Finanzchef24, auch bei Investoren immer beliebter. Für das Jahr 2020 müssen viele Firmen aus der Insurtech-Szene jedoch ein gemischtes Fazit ziehen. Welche Unternehmen konnten eine großzügige Finanzierung kassieren? Und für welche Firmen sieht die Zukunft nicht ganz so rosig aus?

Getsafe bekommt Finanzspritze

„Getsafe“ ist ein Startup aus Heidelberg. Das Unternehmen bietet Haftpflicht-, Hausrat-, Rechtsschutz- und Kfz-Versicherung digital fürs Smartphone an. Nach eigenen Angaben hat „Getsafe“ mittlerweile 150.000 Kunden. Der Fokus liegt dabei besonders auf jungen Leuten, die erstmals eine Versicherung abschließen. Das Konzept begeistert augenscheinlich auch die Investoren. Bei einer Finanzierungsrunde beteiligte sich das Schweizer Unternehmen „Swiss Re“ mit dem größten Betrag. „Swiss Re ist für uns ein bedeutender Partner, da es der erste Investor aus dem Versicherungsbereich ist“, sagte Gründer und CEO von „Getsafe“ in einem Interview mit dem Handelsblatt. „Als einer der weltweit größten Rückversicherer kann uns der Konzern sehr gut bei der Internationalisierung unterstützen.“ Durch die erneute Beteiligung von bestehenden Investoren wie Earlybird und Commerzventures konnte das Startup insgesamt 25 Millionen Euro (30 Millionen Dollar) einsammeln.

„Gemeinsam mit ihnen und unseren bestehenden Investoren wollen wir unseren Wachstumskurs deutlich beschleunigen, unsere Position als Marktführer unter Millennials in Deutschland festigen und in weitere europäische Märkte expandieren. Die neue Finanzierungsrunde bietet dafür die Grundlage,” sagt Christian Wiens in der Pressemittleilung

Insurtechs auf Erfolgskurs

Die Finanzierungsrunde von „Getsafe“ war – wenn auch die größte – nicht die einzige in diesem Jahr. Nach einem kurzen weltweiten Einbruch der Investitionen in Insurtechs erholte sich der Markt in den Folgemonaten rasch. „Trotz Coronakrise sind die weltweiten Investitionen in diese Firmen im laufenden Jahr weiter gestiegen“, erklärt Versicherungsexperte Dietmar Kottmann gegenüber dem Handelsblatt. Mit einer Transaktionshöhe von insgesamt 104 Milliarden Dollar wurde im dritten Quartal sogar ein neuer Höchststand erreicht. So erhielt das Berliner Insurtech „Simplesurance“ 15 Millionen Euro in Form eines Wandeldarlehens. Hauptfinanzierer war hierbei Allianz X, die digitale Investment-Einheit der Allianz Versicherung.

Zombies auf Investorjagd

Doch nicht für alle Insurtech Firmen lief die Finanzierung so rund. Das Versicherungsvergleichsportal „Joonk“ musste seinen Betrieb aufgrund der gescheiterten Suche nach Investoren einstellen. Andere Unternehmen – sogenannte Zombies ­– sind zwar theoretisch noch auf dem Markt vertreten, sind aber eher tot als lebendig. Ihr Geschäftsmodell konnte bisher keinen Erfolg bringen. Nun wandern sie auf der Suche nach Investoren umher, um doch noch den erhofften Erfolg in einer Nische zu erlangen. Der Experteneinschätzung nach wird sich die Anzahl solcher Unternehmen in den kommenden Jahren weiter erhöhen.

Titelbild: © BillionPhotos.com / stock.adobe.com

Redaktion: NewFinance Mediengesellschaft mbH

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