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Zunächst schienen sie die großen Verlierer der Pandemie zu sein: Einzelhändler. Zur Weihnachtszeit lässt der Umsatz jedoch kein Tief vermuten. Allerdings könnte sich die hohe Nachfrage nun rächen. Denn Lieferengpässe bedrohen das Weihnachtsgeschäft.

Solidarität mit dem Einzelhandel

Ob Hanteln oder Fieberthermometer, wer im Frühjahr des Jahres Produkte kaufen wollte, musste, aufgrund des Lockdowns, auf den Onlinehandel ausweichen. Dessen Zahlen stiegen in Folge rasant. So verzeichnete ein Onlineshop für den Versand von Sportgeräten einen Anstieg von 2.740 Prozent gegenüber Ende Januar des Jahres. Insgesamt legte die Branche gegenüber dem Vorjahresmonat um 22,9 Prozent zu. Von April bis Juni habe der reale Zuwachs im Vergleich zum Vorjahresquartal sogar bei 32 Prozent gelegen, wie das Statistische Bundesamt berichtet.

Der Einzelhandel konnte hier nur die Rücklichter des digitalen Konkurrenten sehen. Von April bis Juni lag der Umsatzverlust bei 21,3 Prozent im Vorjahresvergleich. In Folge schlossen große Kaufhausketten ihre Filialen. Traditionshäuser in den Innenstädten konnten durch fehlenden Umsatz die Ladenmiete nicht mehr bewältigen. Der merkliche Verlust stärkte allerdings den Solidaritätsgedanken in der Gesellschaft. So ergab eine von Zahlungsdienstleister PayPal beauftragte Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos, aus Mai 2020, dass mehr als die Hälfte (57 Prozent) der Befragten, während der Kontaktbeschränkungen in kleineren Läden vor Ort eingekauft hätten, im Vergleich zu 41 Prozent, die in großen Geschäften shoppten.

Engpässe durch Überbuchung

Auch für das Weihnachtsgeschäft scheint es dem Einzelhandel nicht an Unterstützung zu mangeln. Im Vergleich zum Weihnachtsgeschäft 2019 (rund 101,9 Milliarden), verzeichnet der Einzelhandel 2020 laut Statistik etwa 103,9 Milliarden Euro. Die große Nachfrage wird nun jedoch vor allem für Großhändler zum Problem. Denn: Während die Nachfrage anzieht, fehlt der Nachschub. Vor allem bei elektronischen Artikeln wie Notebooks, PCs und Monitoren wird es eng, berichtet das Handelsblatt. Großhändler könnten dadurch bis zu den Feiertagen keine Ware mehr vorrätig haben. Der Grund hierfür sind überlastete Transportrouten aus Asien. Transporter sind überbucht. In Folge entsteht für jeden vierten Container eine Lieferverzögerung. Da entsprechend auf andere Transportwege, wie die Luftfahrt, ausgewichen wird, seien inzwischen auch diese überlastet.

Keine Unabhängigkeit vom Import

Doch nicht nur die große Nachfrage im Inland ist ein Problem. Durch die erhöhte Nachfrage nach asiatischen Produkten auf dem US-Markt verlagert sich die Logistik. Transporter, die vormals Europa belieferten, werden für Seerouten in die Staaten abgezogen. Besserung, sei laut Logistikexperten frühestens im Februar nächsten Jahres zu erwarten. Wie die Einzelhändler das Problem überbrücken könnten, ist noch unklar.

Titelbild: © pfluegler photo / stock.adobe.com

Redaktion: NewFinance Mediengesellschaft mbH

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