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Ikea ist weltweit erfolgreich und zählt auch in Deutschland zu den beliebtesten Möbelhäusern. Die gigantischen Filialen sind normalweise außerhalb von Großstädten an Autobahnen oder in Gewerbegebieten zu finden. Doch nun verfolgt das Unternehmen einen neuen Ansatz: In der Zukunft sollen immer mehr Mini-Filialen in verschiedenen Innenstädten eröffnet werden. Was macht diese Filialen besonders und welche Strategie verfolgt das Möbelhaus?

Gigantische Möbelhäuser am Stadtrand

Jährlich besuchen Millionen von Kunden die 54 IKEA Möbelhäuser, die es in Deutschland gibt. Auf einer Fläche von durchschnittlich 35.000 Quadratmetern werden die Kunden über ausgeklügelte Wege an allen Ausstellungsmöbeln vorbeigeführt und zum Kauf animiert. Da ein Aufenthalt meist mehrere Stunden in Anspruch nimmt, gibt es häufig auch eine Kinderspielecke und ein Restaurant. Die blauen Gebäude stehen aufgrund ihrer Größe häufig an Autobahnen und in Gewerbegebieten und sind eher auf Tagesausflüge mit dem Auto ausgelegt. Das soll sich nun ändern.

Ikea in der Innenstadt

In Berlin eröffnete am 01. September eine neue IKEA Filiale mit gewaltigen Unterschieden zu den bisherigen Häusern. Mit einer Größe von nur 450 Quadratmetern ist sie 77 Mal kleiner als das durchschnittliche IKEA Möbelhaus. Um sie zu erreichen, müssen Kunden nicht mit dem Auto an den Rand der Stadt fahren, sondern können sie sogar mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichen. Sie steht in Berlin-Pankow. Die wohl radikalste Veränderung: Dort können keine Möbel gekauft werden. Bei der neuen IKEA Filiale handelt es sich um ein sogenanntes Planungsstudio. Auf der deutlich kleineren Fläche werden laut Merkur nur noch ausgewählte Möbelstücke des Kernsortiments ausgestellt. Hauptfunktion der Planungsstudios ist die Kundenberatung durch 14 Mitarbeiter, die bei komplexen Planungen wie etwa für eine Küche oder ein Wohnzimmer helfen sollen. Die entsprechenden Möbel können dann per Lieferung bestellt oder in einem der Möbelhäuser abgeholt werden.

Eine neue Strategie

Die Bedürfnisse der Kunden ändern sich zunehmend. Das sieht auch Dennis Balslev, Geschäftsführer von IKEA-Deutschland. In einem Interview mit Business Insider verrät er:

„Viele Menschen in Großstädten, besonders in Berlin, haben gar kein Auto mehr und wollen sich auch nicht extra für den Besuch bei Ikea ein Auto leihen. Deshalb haben wir vor ein paar Jahren die Entscheidung getroffen, zunächst keine großen Möbelhäuser mehr in Deutschland zu bauen, sondern in die Weiterentwicklung der bestehenden 54 Häuser sowie neue, kleinere Flächen zu investieren“.

Auch durch die Corona-Krise konnte ein Wandel in der Art, wie Menschen Möbel kaufen festgestellt werden. Der Konkurrent Home24 hat während der Corona-Krise das beste Quartal der Unternehmensgeschichte verzeichnen können. Auch der Onlineverkauf von IKEA stieg an: Im laufenden Geschäftsjahr wuchs der Umsatz um 44 Prozent. Mit den neuen Planungsstudios möchte Ikea dem Kunden sehr nahe sein, die Möglichkeit geben komplexe Planungen durchzuführen und trotzdem bequem zu bestellen ohne komplizierten Transport.

Bis 2021 sollen in Deutschland noch fünf weitere Mini-Filialen eröffnen.

Titelbild: © pfluegler photo / stock.adobe.com

Redaktion: NewFinance Mediengesellschaft mbH

 

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