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Die Videoplattform TikTok wird unter Jugendlichen weltweit immer beliebter. Doch im Gegensatz zu den Konkurrenten Instagram und YouTube stammt die Plattform nicht aus den USA, sondern aus China. Nun kündigte US-Präsident Donald Trump an, sie in seinem Land verbieten lassen zu wollen. Doch was sind die Gründe hierfür und gibt es eine Alternative zum Verbot?

Der Aufstieg von TikTok

Alles begann in Jahr 2017, als der chinesische Internetriese ByteDance die Plattform „Musical.ly“ für rund eine Milliarde US-Dollar aufkaufte und mit seinem eigenen Netzwerk –nämlich TikTok – verschmolz. Besonders für seine Lippensynchronisierungsfunktion war Musical.ly bekannt geworden und erreichte so laut Online-Magazin „BASIC thinking“ 200 Millionen Nutzer. Doch der große Hype sollte erst noch kommen: Unter dem neuen Namen TikTok und mit einigen zusätzlichen Funktionen erreicht die App mittlerweile fast eine Milliarde Nutzer.

Verbot in den USA?

Auch die Aufmerksamkeit der US-Regierung konnte die Smartphone-App erlangen. Aber nicht durch kurze, amüsante Videos, sondern aufgrund von Datensicherheitsbedenken. Dem Bericht der Tagesschau zufolge wurde TikTok zuletzt durch das Committee on Foreign Investment (CFIUS) überprüft. Die US-Behörde hatten daraufhin Bedenken geäußert, dass die persönlichen Nutzerdaten über den chinesischen Mutterkonzern ByteDance an die chinesische Regierung weitergeleitet werden. Das Unternehmen hatte diese Vorwürfe zwar dementiert, Donald Trump gab infolgedessen dennoch bekannt, TikTok aus den USA verbannen zu wollen. In Indien wurde die Plattform bereits verboten.

Oder Übernahme durch Microsoft?

Obwohl Trump damit drohte, den Bann sehr schnell durchzusetzen, kam es bisher noch nicht dazu. Ein potenzieller Grund: Es gibt noch eine Alternative. Mutterkonzern ByteDance könnte das US-Geschäft von TikTok an eine ansässige Firma abtreten. Mit Software-Gigant Microsoft hat sich hierfür bereits ein Interessent gefunden. Ntv berichtet, dass das Unternehmen eine Übernahme anstrebt und sich schon eine Deadline gesetzt hat. Bis zum 15. September soll ein Deal ausgehandelt werden. Sollte es nach Microsoft gehen, so wird nicht nur das US-Geschäft übernommen, sondern ebenfalls das von Kanada, Australien und Neuseeland. Auch eine Beteiligung anderer Investoren als Minderheitspartner ist hierbei nicht ausgeschlossen. Die Verhandlungen befinden sich einem frühen Stadium, daher bleibt eine Einigung abzuwarten. Auch Trumps weiteres Vorhaben könnte einen Einfluss haben: Er kommentierte die Übernahmepläne zunächst ablehnend und bekräftigte seine Verbotsabsicht.

Titelbild: © sdecoret – stock.adobe.com

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