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Bereits vor der Corona-Krise hatten Kinos es nicht leicht. Der Streaming-Markt wird immer größer und bedroht die Existenz vieler Kinobetreiber. Doch es könnte noch schlimmer kommen: Der Konflikt zwischen dem Filmstudio Universal Pictures und dem weltgrößten Kinobetreiber AMC wurde nun durch ein kontroverses Abkommen beendet. Aber worum ging es in dem Streit? Und was sind die Folgend des Deals?

Der Erfolg der Trolle

Als im Zuge der Corona-Pandemie nahezu alle Kinos weltweit ihren Betrieb einstellen mussten, war die große Werbekampagne für den Film „Trolls World Tour“ bereits im vollen Gange. Anstatt – wie bei vielen anderen Titeln der Fall – den Film auf einen späteren Termin zu verschieben, beschloss das Studio Universal Pictures den Film zum geplanten Starttermin als Video-on-Demand (VoD) zu veröffentlichen. Diese Entscheidung sollte sich auszahlen: Laut Wall Street Journal generierte der Animationsfilm in den ersten drei Wochen knapp 100 Millionen US-Dollar. Der Titel brachte dem Studio in nur drei Wochen mehr Geld ein als sein Vorgänger in einem Zeitraum von fünf Monaten. Hinzu kommt ein weiterer Vorteil. Kinobetreiber erhalten 50 Prozent der Einnahmen, wohingegen die Streaming-Anbieter nur 20 Prozent erhalten. Universal-CEO Jeff Shell äußerte daraufhin den Wunsch, Filme in Zukunft gerne in beiden Formaten veröffentlichen zu wollen. Und löste somit ganz nebenbei einen Streit aus.

Universal und AMC legen Streit bei

Universals Wunsch die Filme kurz nach Kinostart bereits als VoD verfügbar zu machen, sorgte bei Kinobetreibern für Aufruhr. Die Zeitspanne von 75 bis 90 Tagen in denen Filme exklusiv im Kino laufen ist für Betreiber von existentieller Bedeutung. Nun könnte ein Deal zwischen Universal Pictures und der weltweit größten Kinokette AMC die US-Filmindustrie nachhaltig verändern. Das Abkommen ermöglicht den Zugang im Heimkino bereits nach 17 Tagen. Auf Premium-Plattformen können die Titel für 20 Dollar gemietet werden. Ein niedrigerer Preis ist laut Variety erst nach drei Monaten möglich.

Kinos in Gefahr?

Der Deal könnte weitreichende Folgen haben: Nach dieser Einigung bleibt abzuwarten ob andere große Studios wie Disney, Paramount und Sony auf ein ähnliches Abkommen drängen. Das Filmmagazin „Filmstarts“ berichtet, dass der exklusive Zeitraum für Kinos überlebenswichtig ist. In Kombination mit den Umsatzausfällen aufgrund von COVID-19 könnte dieser Deal zur Schließung vieler Kinos führen.

Hierzulande sind die Auswirkungen noch nicht ganz klar. Dem Spiegel zufolge, werden die Konditionen für Europa erst in den kommenden Wochen besprochen.

Titelbild: © pfluegler photo / stock.adobe.com

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