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Bereits vor der Corona-Pandemie vermehrten sich sogenannte Zombie-Firmen innerhalb Deutschlands. Nun könnte die Krise das Problem noch verschlimmern. Die Creditreform warnt vor Pleiten.

Doppelte Gefahr

Schon im “Insolvenzen in Deutschland”-Report 2018 berichtete die Auskunftei Creditreform, dass sogenannte „Zombie-Firmen“ 6,8 Prozent aller Marktteilnehmer innerhalb Deutschlands ausmachen. Dabei handelt es sich um Unternehmen, die trotz negativer Ergebnisse nicht aus dem Markt ausscheiden. Cash.Online zufolge begünstigt die aktuell von der Europäischen Zentralbank verfolgte Niedrigzins-Strategie die „Zombifizierung“ von Unternehmen. Auch der generelle Zustand des Bankensektors sei ein Faktor.

Banken nicht durch Corona gefährdet

An dieser Stelle gibt die Finanzaufsicht Bafin zumindest teilweise Entwarnung: Die deutschen Banken seien nicht durch die Corona-Krise gefährdet. Wie n-tv berichtet, profitiert die Kreditwirtschaft davon, dass die deutschen und auch die europäischen Aufseher einige Regularien und Vorgaben gelockert haben. Zum Beispiel erlaubt die Bankenaufsicht der EZB Geldhäusern im Euroraum ein temporäres Unterschreiten der Vorgaben für Kapital- und Liquiditätspuffer. Allerdings verschärfe die Pandemie Probleme, die bereits innerhalb der Geldinstitute brodelten. Darunter Ertragsschwäche, Niedrigzinsen und digitale Konkurrenz.

Mehr Unternehmensinsolvenzen zu erwarten

Als problematisch gelten wiederum die Unternehmensinsolvenzen im Euroraum und speziell in Deutschland. Der Creditreform zufolge ging die Zahl der Unternehmensinsolvenzen jahrelang zurück und befand sich auf einem niedrigen Level, doch im Jahr 2019 stieg sie wieder. Damals gab es insgesamt 19.400 Unternehmensinsolvenzen in Deutschland. Vor allem Großunternehmen und das Verarbeitende Gewerbe haben mehr Insolvenzen hinnehmen müssen als in den Vorjahren.

Corona-Maßnahmen helfen „Zombies“

Dieser Effekt wird derzeit ebenfalls durch spezielle Maßnahmen der Bundesregierung in Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie aufgehalten. Wie das Statistische Bundesamt berichtet, sank die Zahl der Regelinsolvenzverfahren im April um 13,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Allerdings bringt die Krise durch Unternehmensschließungen und Beschränkungen des regulären Betriebs Hunderttausende Unternehmen stark in Bedrängnis. Der Welt zufolge bedeutet das höchstens einen Aufschub einer „Insolvenzwelle“. Für das Jahr 2020 prognostizieren Experten einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen um zehn Prozent.

Titelbild: © Romolo Tavani / stock.adobe.com

Redaktion: NewFinance Mediengesellschaft mbH

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