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Neubauten in Berlin werden immer teurer. Auch der neue Mietendeckel hat nicht die gewünschte Wirkung. Das fanden das ifo Institut und Immowelt heraus.

Berliner Mieten übersteigen Deckel

Für diese Untersuchung zog das ifo Institut Daten des Online-Portals Immowelt heran. Die Ergebnisse: Fast alle auf immowelt.de verfügbaren Wohnungen (96,7 Prozent) weisen höhere Mieten auf als der Mietendeckel erlaubt. 83,5 Prozent sind dabei sogar um mehr als 20 Prozent teurer. Genau diese Wohnungen sind bei Inkrafttreten des Gesetzes betroffen. Wer den Mietendeckel um mehr als 20 Prozent übertrifft, muss seine Preise nach unten hin korrigieren.

Freiwerdende Wohnungen verschwinden vom Markt

Dementsprechend würden, berichtet das ifo Institut, Eigentümer der betroffenen Mietwohnungen einen Teil der möglichen Einnahmen verlieren. „Man kann damit rechnen, das freiwerdende Wohnungen vielfach dem Mietmarkt entzogen und als Eigentumswohnungen verkauft werden“, erklärt Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts, dazu. Nicht nur die Vermieter, auch Wohnungssuchende in Berlin seien demnach Verlierer des Mietendeckels. Das Wohnungsunternehmen Vonovia hatte bereits kurz nach Bekanntwerden des Mietendeckels gewarnt, dass die Deckelung der falsche Weg sei.

Mietpreisschere geht auf

Seit der Ankündigung des Mietendeckels im Juni 2019 steigen die Mieten von regulierten Wohnungen in Berlin langsamer als in anderen deutschen Großstädten. Neubauten ab 2014, die von der Regulierung ausgeschlossen sind, werden dagegen schneller teurer. Der Anreiz, in die Aufwertung von Bestandsimmobilien zu investieren, sinkt. Stadtentwicklung.berlin zufolge sind Modernisierungen und deren Umlage auf die Miete erlaubt, solange die Miete dadurch nicht um mehr als 1,00 Euro pro Quadratmeter ansteigt.

„Die beobachteten Auswirkungen des Berliner Mietendeckels werden mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht den gewünschten Entlastungseffekt haben.“ – Cai-Nicolas Ziegler, CEO der Immowelt AG, in einer Pressemeldung.

Berliner Wohnungsmarkt wächst langsamer

Ähnlich sieht es bei der Entwicklung des Marktes für Eigentumswohnungen aus. Hier steigen die Preise ebenfalls schwächer als in anderen deutschen Städten, deren Einwohnerzahl die 500.000 übersteigt. Ende Januar beschloss das Berliner Abgeordnetenhaus den Mietendeckel. Dieser sorgt dafür, dass Mieten von Bestandswohnungen, die vor 2014 gebaut wurden, langfristig eingefroren wird. Für die Untersuchung haben das ifo Institut und Immowelt Annoncen bei Immowelt, die zwischen Januar 2017 und Januar 2020 erschienen, ausgewertet.

Titelbild: © BillionPhotos.com / stock.adobe.com

Redaktion: NewFinance Mediengesellschaft mbH

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