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Siemens und Alstom – nach der Fusion der beiden Konzerne sollte ein europäischer Superkonzern entstehen, ein „Champion“ der Transportbranche. Die Europäische Union untersagte die Fusion jedoch vor fast einem Jahr. Nun hat Alstom ein anderes Ziel im Visier. Und zwar die Zugsparte des kanadischen Unternehmens Bombardier.

„Selling the rail business will allow us to reshape and redefine our capital structure.” – Alain Bellemare, Präsident und CEO, Bombardier Inc., in einer Pressemeldung

6,2 Milliarden Euro für Bombardier

In einer Pressemeldung gab Alstom bekannt, bezüglich der Übernahme von Bombardier Transportation ein entsprechendes Memorandum mit Bombardier Inc und Caisse de dépôt et placement du Québec (CDPQ) unterzeichnet zu haben. Der Preis der 100 Prozent Bombardier Transportation-Aktien soll insgesamt bis zu 6,2 Milliarden Euro betragen. Bezahlen will Alstom mit einer Mischung aus Cash und neuen Alstom-Aktien. Allerdings muss auch diese Transaktion zunächst an der EU-Kommission vorbei.

„Bombardier Transportation will bring to Alstom complementary geographical presence and industrial footprint in growing markets, as well as additional technological platforms.“ – Henri Poupart-Lafarge, Chairman und CEO von Alstom, in einer Pressemeldung

Fünf Prozent Wachstum

Beide Konzerne profitieren derzeit von den Bestrebungen der Europäischen Kommission, den CO2-Ausstoß in der Region zu verringern. Wie Alstom weiter mitteilte, soll der gesamte Passenger Traffic innerhalb der nächsten fünf Jahre weiter um drei bis fünf Prozent ansteigen – und das jährlich. Ein weiterer Trend, der Zugherstellern zugute kommen soll, ist die Urbanisierung. Mehrere Länder hätten zudem große Investitionen in ihren Zugsektor angekündigt. In Deutschland gilt seit Januar 2020 die Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung III zwischen Bund und Bahn, die der Eisenbahninfrastruktur statt vormals 5,6 Milliarden Euro nun 8,6 Milliarden Euro pro Jahr zur Verfügung stellt.

Ein neuer Champion?

Zuletzt soll die Fusion dabei helfen, im direkten Wettbewerb mit anderen Schwergewichten der Zug-Industrie zu bestehen. Der chinesische Konzern CRRC zum Beispiel entstand 2015 aus einer Fusion der bereits damals großen Unternehmen CSR und CNR. Wie die Handelszeitung berichtet, konnte CRRC allein zwischen Juli und September 2018 eine Summe von acht Milliarden Dollar einnehmen. Der Titan hat Aufträge in aller Welt und sucht seit einiger Zeit die Expansion nach Europa.

Titelbild: © Vittaya_25 / stock.adobe.com

Redaktion: NewFinance Mediengesellschaft mbH

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