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Neben dem Gesetzesentwurf eines Mietendeckels, den der Berliner Senat im Oktober diesen Jahres beschlossen hat, greift das Land Berlin auch noch anderweitig in den Immobilienmarkt ein. So gab die kommunale Berliner Wohnungsgesellschaft Degewo am vergangenen Freitag bekannt 2.142 Wohnungen dem Unternehmen Deutsche Wohnen abzukaufen.

Berlin erweitert seinen Bestand an Wohnungen

Die 2.142 Wohnungen liegen in Lichterfelde, Spandau und Schöneberg in drei Wohnquartieren mit 564 bis 930 Wohnungen, welche zwischen 1975 und 1993 errichtet wurden. Von diesen Wohnungen sind circa 80 Prozent geförderter Wohnungsbau. Der Kaufpreis soll laut dem Focus 358 Millionen Euro betragen. Während der Berliner Bürgermeister Michael Müller (SPD) von einer guten Nachricht für die Mieter sprach, kündigte er zugleich an, die Rückkaufstrategie ehemaliger GSW-Wohnungen fortzusetzen. Zugleich verwies er darauf, dass der Kauf ohne den Einsatz von Landesmitteln getätigt werden konnte. Die Stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Berliner FDP, Sibylle Meister, kritisierte das Vorgehen. Sie sagte, der Kauf sei „der vollkommen falsche Weg und bei der derzeitigen Höhe der Immobilienpreise komplett unverantwortlich“.

Nicht nur die Degewo erweitert seinen Bestand an Wohnungen, auch andere landeseigene Gesellschaften stocken ihr Portefeuille auf. So kaufte die Gewobag dieses Jahr in der Karl-Marx-Allee fast 680 Wohnungen. Auch in Spandau und Reinickendorf wurde mit dem Kauf von knapp 6.000 Wohnungen eine Investition in Höhe von 920 Millionen Euro getätigt.

Insgesamt kommen die sechs landeseigenen Gesellschaften auf rund 300.000 Wohnungen.

Ein neuer Hai im Teich

Auf dem deutschen Immobilienmarkt entsteht gerade durch die Fusion von drei Unternehmen das drittgrößte börsennotierte Wohnungsunternehmen in Deutschland. Bei den drei Unternehmen handelt es sich um ADO Properties, Adler Real Estate und Consus Real Estate. Dabei hält Adler durch den Kauf von ADO Group, dem israelischen Mutterkonzern von ADO Properties, indirekt ein Drittel der Aktien von ADO Properties. ADO Properties wiederrum besitzt knapp 22,2 Prozent an Consus. Zusammen mit Adler haben sie 25 Prozent der Aktien von Consus. Gleichzeitig wurde eine Kaufoption für etwa 51 Prozent der Consus Aktien für 0,239 ADO-Aktien oder 8,35 Euro geschlossen. Sollten sie sich für diese Option entscheiden, muss ein Angebot an die übrigen Consus Aktionäre abgegeben werden. Laut einer Pressemitteilung von Adler käme der Zusammenschluss von Adler und Ado unter Vollkonsolidierung auf ein Gross Asset Value von 9,4 Milliarden Euro. Unter dieser Ausgangslage würden sich die annualisierten Nettomieteinnahmen auf rund 366 Millionen Euro belaufen. Die annualisierten Funds from Operations I wiederrum sollen zwischen 130 und 140 Millionen Euro betragen.

 

Titelbild: © photocrew / Fotolia.com

Redaktion: NewFinance Mediengesellschaft mbH

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