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Kommt der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und der Volksrepublik China zu einem Ende? China sendet neuerdings entsprechende Signale. Beiden Weltmächten käme das gelegen, denn den Vereinten Nationen zufolge überwiegen die negativen Auswirkungen der Strafzölle.

UN offenbart Verluste

Die sowohl von China als auch den USA eingesetzten Strafzölle verletzen beide Nationen, teilte die United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD) in Genf mit. In der „Trade and trade diversion effects of United States tariffs on China“-Studie legt die UNCTAD dar, wie hoch die Verluste der beiden Hauptakteure sind – und wie hoch die Gewinne anderer Länder, die wiederum profitieren. Sowohl in China als auch in den USA sind es der Studie zufolge die Endkonsumenten, die die größte Last des Handelskriegs tragen müssen. Denn Unternehmen, die benachteiligt sind, geben die Kosten durch höhere Preise an die Konsumenten weiter.

„A lose-lose trade war is not only harming the main contenders, it also compromises the stability of the global economy and future growth.” – Pamela Coke Hamilton, UNCTAD Director of international trade and commodities, in einer Pressemeldung

Weniger Exporte durch Handelsstreit

So summierten sich die Verluste chinesischer Exporte in der ersten Jahreshälfte 2019 auf 35 Milliarden US-Dollar. Die UN berechneten einen durch die Strafzölle verursachten Exportverlust der mit Strafzöllen belegten Güter von 25 Prozent. Die Sektoren Bürowaren und Kommunikationsausrüstung litten am meisten. Darunter fallen etwa Drucker und Kopierer. Die Einfuhren von mit Strafzöllen belegten chinesischer Waren aus diesen Sektoren gingen um durchschnittlich 55 Prozent zurück, was einer Reduzierung von 15 Milliarden US-Dollar entspricht. Die Wirkung der US-Zölle konnten die Vereinten Nationen nicht erfassen, gehen aber von einem ähnlichen Effekt aus: Höhere Kosten für chinesische Konsumenten und Verluste für US-Exporteure.

Wer den Schaden hat

Aus den Verlusten Chinas schlagen andere Wirtschaften wiederum Profit. 21 Milliarden US-Dollar aus dem 35-Milliarden-Verlust flossen in andere Länder. Die restlichen 14 Milliarden gingen entweder verloren oder an US-Unternehmen. Zu den Profiteuren gehört zum Beispiel Taiwan, das zusätzliche Exporte im Wert von 4,2 Milliarden US-Dollar in die Vereinigten Staaten lieferte. Mexiko erhöhte seine Exporte in die USA um 3,5 Milliarden US-Dollar. Und auch die Europäische Union hatte einen Exportzuwachs von 2,7 Milliarden US-Dollar zu verzeichnen. Größtenteils im Maschinensektor.

Wie geht es weiter?

Medienberichten zufolge könnte der Handelsstreit bald ein Ende haben. Ein Sprecher des Handelsministerium habe bekanntgegeben, dass es innerhalb der vergangenen Wochen Fortschritte auf dem Weg zu einer Vereinbarung gab. Das berichtet der Focus. Beide Länder sollten im Falle einer Vertragsunterzeichnung sämtliche Zölle gleichzeitig und in selber Höhe abschaffen. Die Reaktion an der Börse: Am Freitagvormittag steigt der Dow Jones Industrial Average um 0,66 Prozent auf 27.674,80 Punkte.

Titelbild: © Vittaya_25 / Fotolia.com

Redaktion: NewFinance Mediengesellschaft mbH

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