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Als hätten alle Wege nach Rom geführt: Viele kleine „Einzelfeuer“ summieren sich zu einem Rückgang der deutschen Exportstärke. Unter anderem sorgen die Aussicht auf amerikanische Strafzölle und die schwächelnde Türkei für das unerwartete Minus.

Export in den roten Zahlen

Statt dem von Analysten erwarteten Exportanstieg von 0,3 Prozent lieferten deutsche Unternehmen im September 0,8 Prozent weniger Waren hinaus in die Welt als noch im Vormonat. Im Vergleich mit demselben Zeitraum im Jahr 2017 ist es sogar ein Minus von 1,2 Prozent. Aufs ganze Jahr betrachtet, steht der Export jedoch noch gut da: Innerhalb der ersten neun Monate wurden 3,5 Prozent deutsche Waren mehr ins Ausland geliefert. Insgesamt beliefen sich die Ausfuhren auf 988 Milliarden Euro. Besonders deutlich: Die Geschäfte mit anderen EU-Ländern legten um 4,6 Prozent zu und lagen damit über dem Durchschnitt. Bei den Importzahlen bot sich wiederum ein anderes Bild. Laut dem Statistischen Bundesamt stiegen sie im September um 5,3 Prozent auf 90,7 Milliarden Euro.

Symptome

Zum Einen ist wieder einmal die deutsche Autoindustrie dafür mitverantwortlich. Viele Autobauer haben mit dem neuen Abgasmesszyklus WLTP zu kämpfen und drosselten die Produktion, wodurch wiederum weniger exportiert wurde. Zum Anderen hängt nach wie vor die Möglichkeit der Strafzölle über der deutschen Industrie. Zwar sah US-Präsident Donald Trump bisher davon ab, auch auf EU-Produkte Zölle zu legen, doch mit Zöllen auf europäische Autos hatte er bereits gedroht. Eine Maßnahme, die Deutschland besonders treffen würde. Zuletzt drücken diverse Schwellenländer, etwa die Türkei, den globalen Handel.

„Die WTLP-Änderungen haben sich negativ auf unseren Fortschritt ausgewirkt, aber die grundlegende Verbesserung unserer Ertragskraft setzt sich dennoch fort.“ – Dr. Arno Antlitz, Mitglied des Vorstands bei Volkswagen, zuständig für Controlling und Rechnungswesen, in einer Pressemitteilung

Ein Ausblick

An der Börse sind die Symptome bereits zu sehen. BMW steht derzeit mit einem Minus von 0,58 Prozent bei 73,83 Euro pro Aktie. Volkswagen befindet sich ebenfalls im Sinkflug. Die Aktie geht mit 1,86 Prozent ins Minus und ist 152,08 Euro wert. Weniger kräftig sinkt dagegen der DAX-Kurs. Der deutsche Leitindex sinkt um 0,024 Prozent, der Zählerstand beträgt 11.576,36 Euro.

Titelbild: © alphaspirit / Fotolia.com

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