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4,34 Milliarden Euro. Das ist selbst für den Megakonzern Google ein hoher Betrag. Und der kommt auch noch in Form einer Strafzahlung daher. Rekordbußgeld, sozusagen. Doch was war der Auslöser und welche Wege schlägt Google nun ein, um die Zahlung abzuwenden?

EU-Wettbewerbskommissarin gegen Zwangsbündelung

Unlautere Praktiken. So lautet der Vorwurf von EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager gegenüber Google. Die europäische Instanz wirft dem US-Riesen vor allem aggressive Praktiken im Bereich des Betriebssystems Android vor. Denn bisher hatten Handyhersteller wie Samsung oder Huawei lediglich die Option, das Android-Betriebssystem sowie das Kartenmaterial von Google mit weiteren Google-eigenen Apps wie Google Search oder dem Browser Google Chrome auf die Geräte zu installieren. Mit dieser Zwangsbündelung nimmt Google den Herstellern die Möglichkeit, das Betriebssystem zu nutzen, ohne gleichzeitig alle hauseigenen Apps auf dem Smartphone zu haben. Das war dem EU-Wettbewerbskommissariat schließlich zu viel. Die Strafzahlung folgte prompt.

Google zeigt sich einsichtig

Zumindest dem Anschein nach. Denn der Megakonzern verkündete gestern die Aufsetzung neuer Richtlinien für Handyhersteller. So sollen ab dem 29. Oktober Gerätehersteller flexibler arbeiten können. Der wichtigste Änderungsvorschlag: Hersteller sollen einzelne Google-Apps zwar weiter vorinstallieren können, müssen das aber nicht mehr zwangsweise tun, um das Android-Betriebssystem nutzen zu können. Den Unternehmen werden im Gegenzug nun Lizenzgebühren für die einzeln vorgenommene Vorinstallation bestimmter Google-Apps in Rechnung gestellt. Über die Höhe dieser Zahlungen schweigt Google bisher. Für die Endkunden der Android-Smartphones gibt es die Google-Apps dann also individuell als Ergänzung im Play Store.

Praktisch problematisch

Ob das Entgegenkommen von Google tatsächlich auch die Forderungen der EU-Kommissarin erfüllt, bleibt abzuwarten. In der Praxis könnte es nämlich zu Schwierigkeiten kommen. Denn die Hersteller verdienen an den Smartphones vergleichsweise wenig Geld, die Marge ist zu gering. Kommen nun noch Lizenzgebühren hinzu, könnten die Hersteller von der Installation lediglich einzelner Apps absehen. Letztlich entscheidend wird die Höhe der von Google geforderten Lizenzen sein.

Titelbild: ©ktsdesign

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